Ein Verlag ohne Geld – wozu?

Wirtschaftskrise, digitaler Wandel und abnehmende Akzeptanz des gedruckten Buches setzen die Verlage immer mehr unter Druck. Die Notwendigkeit, genug Umsatz zu machen um Mitarbeiter und Miete bezahlen zu können, drängt die Frage nach der literarischen Qualität in den Hintergrund, die Frage "wie verkauft sich das?", steht übermächtig im Vordergrund und ist hauptsächlich maßgebend für die Auswahl der Texte.

Der Verlag ohne Geld will versuchen, diesem Zwang zu entgehen. Wir werden mit einem mini­malen Betriebsaufwand arbeiten und können so auch kleine Auflagen in ansprechender Ausstattung produzieren. Gewinnabsichten stehen dabei im Hintergrund, Hauptsache, die Herstellungskosten werden gedeckt und die Autoren bekommen ihr Honorar. Dadurch gewinnen wir die Freiheit, auch Texte mit geringen Erfolgsaussichten zu veröffentlichen – einfach aus Liebe zum Buch und zur Literatur.

Wir leisten uns also den Luxus, nur zu verlegen wovon wir wirklich überzeugt sind und was uns gefällt!
Natürlich maßen wir uns nicht an, dadurch nur lite­rarisch Hochwertiges ans Licht zu bringen, das an­gewandte Kriterium beruht ja auf einer ganz und gar subjektiven Einschätzung, hat aber den großen Vor­teil, einfach und zweifelsfrei anwendbar zu sein.

Schwerpunkte

Bücher aus dem Italienischen bilden einen Schwerpunkt unseres Programms. Als Beson­derheit werden teilweise nicht nur die Über­setz­ungen, sondern auch die italienischen Originaltexte bei uns erscheinen.
Thematisch wollen wir einen Schwerpunkt für Romane und Erzählungen setzen, bei denen sich die Auswirkungen des Weltgeschehens auf Einzelschicksale als roter Faden durch die Fabel zieht. Reine Unterhaltungsliteratur werden wir nicht herausbringen, jedes Buch soll eine Botschaft geschichtlicher, sozialer oder politischer Art übermitteln und trotzdem eine unterhaltsame Lektüre bleiben.
 

Der Buchumschlag

Unsere Bücher haben ein durchgehend identisches Erscheinungsbild: auf gleichbleibendem Hintergrund weist ein jeweils anderes Bild auf das Thema des Buches hin.

Der etwas ungewöhnliche Hintergrund soll die Verlagsziele verdeutlichen:
Das abgebildete Buch, schäbig und mit rostigen Heftklammern zusammengehalten, sym­bolisiert die angestrebte Unabhängigkeit vom Geld. Trotzdem sieht es zerlesen aus und gelesen zu werden ist schließlich das Wichtigste für ein Buch. Der Hintergrund wird durch eine bruchstückhafte Textpassage gebildet und unterstreicht die grundlegende Wichtigkeit des Wortes in einem Buch.