Ein Verlag ohne Geld – wieso?

Die Idee zu dem Verlag entstand durch die fast schon euphorisch zu nennende Bewertung eines literarischen Manuskripts durch eine Agentur – aber mit dem Zusatz: „leider nicht vermittelbar, da voraussichtlich kein wirtschaftlicher Erfolg.“
Das gab zu denken: müssen denn gute Texte in den Schubladen bleiben, nur weil sie nicht dem aktuellen Lesegeschmack entsprechen? Die Frage wurde als Herausforderung empfunden und der Verlag mit minimaler finanzieller Ausstattung gegründet.
Die Idee war erfolgreich, der Verlag existiert seit etlichen Jahren und wenn er auch keinen Gewinn abwirft, werden doch die Unkosten und die Autorenhonorare eingespielt.

Schwerpunkt

Private Umstände legten von vornherein eine Ausrichtung in Richtung Italien und Südtirol nahe. Zusammen mit einem ausgeprägten Interesse für die dramatischen Ereignisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ergab sich von selbst ein Schwerpunkt, der diese beiden Themen vereint. So zieht sich in einem Großteil der verlegten Romane und Erzählungen, die Auswirkungen des Weltgeschehens auf Einzelschicksale als roter Faden durch die Fabeln.

Der Buchumschlag

Die Bücher haben ein identisches Erscheinungsbild, nur ein Bild in der Buchmitte ist jeweils unterschiedlich.
Der Hintergrund wird durch ein Buch gebildet, das schäbig und mit rostigen Heftklammern zusammengehalten, die Losgelöstheit vom Finanziellen symbolisiert. Trotzdem sieht es zerlesen aus, und gelesen zu werden ist schließlich das Wichtigste für ein Buch. Darunter liegt eine bruchstückhafte Textpassage und unterstreicht die grundlegende Bedeutung des Wortes im Buch.